venture kick: die 100ste Geschäftsidee ausgezeichnet

Rechtzeitig vor Jahresende hat die private Startup-Initiative venture kick die 100ste innovative Geschäftsidee mit 10‘000 Franken ausgezeichnet. Gewinner ist Kynan Eng von der Uni Zürich, der die Rehabilitation von Hirnschlagpatienten mit unterhaltender Game-Software effektiver und effizienter zu machen verspricht.

Seit Lancierung der privaten Förderinitiative venture kick vor gut zwei Jahren haben 100 Projektteams von über 3.5 Millionen Franken profitiert. Mit bis zu 130‘000 Franken Startkapital pro Projekt will venture kick die Zahl der Unternehmensgründungen an Schweizer Hochschulen und Universitäten mittelfristig verdoppeln. Das bisherige Resultat lässt sich sehen: 75 Firmengründungen, mehr als 400 Arbeitsplätze und gegen 40 Millionen Finanzierungsvolumen.

100 Projektteams aus verschiedensten Sektoren gefördert
Die geförderten Projektteams kommen aus den verschiedensten Bereichen. Nach Branchen aufgeteilt, ging ein Drittel des Startkapitals an ICT-Projekte, ein Viertel an Spin-offs im Bereich der Medtech-und Biotechnologie und der Rest an Vertreter aller möglichen Sparten wie beispielsweise Cleantech, Flugzeugbau, Social Media, Nanotechnologie, Design oder Sportgeräteentwicklung. Das 100ste Projekt überzeugte die Jury, bestehend aus erfahrenen Experten und Unternehmern, durch das starke interdisziplinäre Team, patentierte Technologien und vielversprechende Feedbacks von potenziellen Kunden, den Rehabilitationskliniken und Spitälern.

Mehr als 400 Arbeitsplätze geschaffen
venture kick zeigt Wirkung. Das belegt eine laufende Umfrage unter den bisherigen Projektträgern. Bis anhin wurden weit mehr als 400 Arbeitsplätze geschaffen. Und dank venture kick gelingt es den Jungunternehmern auch weitere Geldgeber an Land zu ziehen. Die Daten zeigen, dass pro ausgegebenem venture kick Franken mehr als 10 Franken von anderen Geldgebern bereit gestellt werden. Das entspricht einem Finanzierungsvolumen von aktuell gegen 40 Millionen Franken. Eine Bilanz, mit der Projektleiter Beat Schillig sehr zufrieden ist. «venture kick stösst auf grosse Resonanz und das je länger je mehr auch im Ausland. Immer mehr Startups aus den Nachbarländern fragen nach, ob auch sie bei uns mitmachen können.»

Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft
Für das nächste Jahr ist die Finanzierung von venture kick dank der grosszügigen Unterstützung der GEBERT RÜF STIFTUNG, der ERNST GÖHNER Stiftung, der OPO-Stiftung und der AVINA STIFTUNG gesichert. Allerdings ist damit das vorhandene technologische Potenzial an den Hochschulen, das es zu kommerzialisieren und in nachhaltige Arbeitsplätze zu transformieren gilt, noch lange nicht ausgeschöpft. Beat Schillig: «Längst ist es uns nicht möglich, alle guten Geschäftsideen zu fördern, die bei uns eingehen. Wir sind auf der Suche nach weiteren Stiftungen und Donatoren, die sich für innovative Startups und den Wirtschaftsstandort Schweiz engagieren wollen.»

So funktioniert venture kick
Monatlich erhalten jeweils acht Projekte die Chance, sich vor einer Jury, bestehend aus erfolgreichen Unternehmern und Investoren, zu präsentieren. Die vier Gewinner erhalten je 10'000 Franken und qualifizieren sich automatisch für die zweite Runde drei Monate später. Dort geht es um 20'000 Franken, die wiederum an die «bessere Hälfte» der Projektteams ausgeschüttet werden. In der dritten Runde sind dann nach weiteren sechs Monaten die letzten 100'000 Franken zu gewinnen. Die Ausrichtung der Förderbeiträge erfolgt à fonds perdu und ist nur mit einer Bedingung verknüpft: Die Auszahlung der letzten 100‘000 Franken erfolgt erst, wenn die neue Firma effektiv gegründet ist. Teilnahmeberechtigt sind Ideenträger/innen aus schweizerischen Hochschulen und Universitäten (Studierende, Doktoranden, Professoren etc), die ihr Unternehmen noch nicht gegründet haben. Bewerbungen sind jederzeit möglich.

Weiterführende Links

annual report 2013

Mehr als 11 Mio. an Startkapital, über 298 finanzierte Startups, mehr als 464 Mio. an Folgefinanzierungen und 2433 neue Jobs - dies ist der Erfolgsausweis von venture kick seit die private Initiative im Herbst 2007 ins Leben gerufen wurde (Konsortium).

annual report 2013

Eine philanthropische Initiative eines privaten Konsortiums

Wissenschaftliche Innovationen in die Marktwirtschaft zu transferieren und damit nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen ist der Schlüssel für sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand. Startups sind besonders in den Anfängen hohen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die weder von öffentlichen Geldern, noch von privaten Investoren abgefedert werden. Diese Lücke zu schliessen und Startups in einer sehr frühen Phase zu unterstützen ist wichtig und eine philantropische Aufgabe.