QualySense gewinnt Entwicklungspartner

Das Empa-Startup QualySense, das ein Verfahren entwickelt hat, mit dem Getreide nach biochemischen Qualitätsmerkmalen sortiert werden kann, kooperiert ab sofort mit SGS, dem weltweit führenden Anbieter für Inspektions- und Überwachungsdienste. Durch die Zusammenarbeit sollen neue Anwendungen auf Basis der Sortiertechnologie entwickelt und so nachhaltig die Wertschöpfungskette in der Landwirtschaft verbessert werden.

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Francesco Dell'Endice (3.v.l.), CEO von QualySense, mit seinem Team

Getreide, das von Pilzen oder Insekten befallen wird, ist ein grosses Problem in der Landwirtschaft. QualySense bietet dafür eine einzigartige Sortierlösung an, mit denen die Qualität von Getreide gemessen und kontrolliert werden kann. Die patentierten Geräte können Körner, Samen und Bohnen danke ihrer biochemischen Eigenschaften zuverlässig sortieren. Der Markt hierfür ist sehr attraktiv: Produktivität und Lebensmittelsicherheit lassen sich dadurch entscheidend verbessern. Im nächsten Jahr will das 2010 gegründete Startup die Geräte weltweit auf dem Markt bringen. Bis dahin wird SGS auch die darauf abgestimmten Prüf- und Risikomanagement-Dienste anbieten können.

Innovative Technik für die globale Lebensmittelqualität  
Dr. Francesco Dell'Endice dazu: «Bei so einem starken Partner können wir die Entwicklung unserer Technologie weiter beschleunigen und unser Portfolio erweitern. SGS ist nahezu überall vertreten und kennt die Agrarmärkte sehr gut. Mit Hilfe der Experten von SGS können wir jetzt Kontaminationen von Nahrungsmitteln noch früher erkennen und bekämpfen.» Gennadiy Shulga von SGS ergänzt: «Die wachsenden Bevölkerung hat natürlich eine grössere Nachfrage an Lebensmitteln zur Folge. Die Steigerung der Lebensmittelproduktion ist dabei genauso wichtig, wie eine Reduzierung der Verluste: Etwa 20% der Getreideproduktion gehen nach der Ernte bei der Lagerung, Verarbeitung und Verteilung verloren, was Millionen von Tonnen sind, die nicht an die Verbraucher geliefert werden können. Mit dem innovativen Ansatz von QualySense  werden in Zukunft eine höhere Lebensmittelsicherheit realisieren können.»
 
Im Gründungsjahr durch venturelab und venture kick gefördert
QualySense konnte im letzten Jahr zwei grosse Forschungsprojekte im Umfang von über 2 Millionen Franken anschieben, dazu sicherte man sich im Juni 2011 die erste Finanzierungsrunde und war Finalist der Swiss Technology Awards. Gegründet wurde QualySense, Träger des KTI Start-up Labels, von CEO Dr. Francesco Dell’Endice und zusammen mit Olga Mykhailova und Paolo D'Alcini. Im Jahr der Gründung wurde das Jahr von venture kick mit einem Startkapital von 130‘000 Franken unterstützt. Dazu reiste Francesco Dell'Endice im Rahmen des venture leaders Programm nach Boston: «venture leaders hat einen starken Einfluss auf mein unternehmerisches Denken gehabt. Es hat mir u.a. die Fähigkeit gegeben, Prioritäten zu setzen und so langfristige Strategien zu entwickeln.» Bei der Wahl der TOP 100 Schweizer Startups kam sein Jungunternehmen bereits auf den 26. Platz.

Weiterführende Links

annual report 2013

Mehr als 11 Mio. an Startkapital, über 298 finanzierte Startups, mehr als 464 Mio. an Folgefinanzierungen und 2433 neue Jobs - dies ist der Erfolgsausweis von venture kick seit die private Initiative im Herbst 2007 ins Leben gerufen wurde (Konsortium).

annual report 2013

Eine philanthropische Initiative eines privaten Konsortiums

Wissenschaftliche Innovationen in die Marktwirtschaft zu transferieren und damit nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen ist der Schlüssel für sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand. Startups sind besonders in den Anfängen hohen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die weder von öffentlichen Geldern, noch von privaten Investoren abgefedert werden. Diese Lücke zu schliessen und Startups in einer sehr frühen Phase zu unterstützen ist wichtig und eine philantropische Aufgabe.