venturelab bei »venture 2012» vorne

191 Businessideen wurden eingereicht – 10 wurden gestern an der ETH Zürich gekürt. Bei der ersten Phase des >>venture>> Startup-Wettbewerbs kamen besonders venturelab-Alumni gut weg. Wer sind die Startups, die beste Chancen haben aus einer innovativen Idee ein marktfähiges Unternehmen zu machen?

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Bereits zum achten Mal führt McKinsey & Company den Start-up Wettbewerb >>venture>> durch, zusammen mit der ETH Zürich und der KTI, der Förderagentur für Innovation des Bundes, um innovative Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer bei der Gründung ihrer Startups zu unterstützen.

9 von 10 Gewinnern mit venturelab bzw. venture kick Background  «Diesmal ist ein Trend in Richtung IT und Portale sichtbar. Das ist vielversprechend und ich hoffe, der nächste Mark Zuckerberg kommt aus Zürich, Lausanne oder irgendeinem anderen Ort in der Schweiz», sagt Dr. Thomas Knecht, ehemaliger Direktor von McKinsey & Company und Gründer des Wettbewerbs. Besonders bemerkenswert dieses Jahr: Vier der zehn Siegerprojekte hatten ihren Start an der ETH Zürich, drei kommen von der EPF Lausanne. Ebenso angestiegen ist der Anteil an Unternehmerinnen - von 11 auf 14 Prozent. Für Dr. Silvio Bonaccio von der ETH ein gutes Signal: «Jungunternehmer sind ein sehr wichtiges und effizientes Vehikel, um neue Ideen und Technologien aus den Hochschulen erfolgreich in die Wirtschaft und Gesellschaft zu integrieren». Dass dabei besonders die venturelab-Offensive in den Hochschulen greift, zeigt die Tatsache, dass 90% der zehn Gewinner aus den unterschiedlichsten Branchen wie der Elektronik, Medizintechnik oder Pharma/Biotech einen Background von venturelab bzw. venture kick haben.

Wir stellen die Projekte kurz vor, die die Jury aus erfahrenen Unternehmern, Investoren und Venture Capitalists in der ersten Phase von >>venture>> mit ihren Business Ideen überzeugen konnten:  

AppAware (ETH Zürich)
AppAware ist ein soziales Netzwerk für mobile Apps und Spiele mit der es möglich ist immer wieder neue, spassige Applikationen für das Smartphone zu finden oder dank Freunden zu entdecken. Es ist bereits gratis auf dem Android-Markt erhältlich. Gründer Andrea Girardello hat mehrere venturelab Kurse absolivert und war bei venture kick erfolgreich.

Electrochromic Window Film (EPF Lausanne)
Das Startup um den ehemaligen venture challenge Absolventen Kristopher Pataky hat einen elektrischen Verdunkelungsfilm entwickelt, der auf Oberflächen wie Fenster oder Spiegel (zum Beispiel Rückspiegel bei Autos) aufgezogen werden kann. Der Film reduziert den Energieverbrauch, wird drahtlos gesteuert und ist für Nachrüstung und Neuinstallationen geeignet.
 
KB Medical (EPF Lausanne)
KB Medical, ein Spin-off-Unternehmen der EPF Lausanne, verfügt über das Fachwissen zur Entwicklung medizinischer Spitzen-Geräte für roboterassistierte Operationen. Mit der Entwicklung des Neuroglide, eines hochpräzisen Operationsroboters für das Einsetzen von Wirbelsäulenschrauben, wurden Risiken und Erholungszeit erheblich reduziert. Mit seiner Innovation hat der venture plan Teilnehmer Philippe Bérard auch bereits bei venture kick überzeugen können.

Mabimmune Diagnostics (Universität Zürich)
Das venture kick Projekt Mabimmune beugt Herzinfarkten durch eine frühe Diagnose und gezielte Behandlung vor. Mittels PlaqueVision, einem antikörper-basierten Kontrastmittel, können lebensbedrohliche atherosklerotische Plaques im Körper lokalisiert und Risikopatienten identifiziert werden. FlowMab, eine antikörper-basierte Therapie, stabilisiert daraufhin die lebensbedrohlichen Plaques, um einem Infarkt vorzubeugen.

OsmoTech (EPF Lausanne)
Mit seiner innovativen Technologie bietet OsmoTech eine profitable und nachhaltige Lösung zur Umwandlung von Abwärme in Elektrizität. Dabei ist das Startup um Dr. Elodie Dahan, venture challenge Absolventin letzten Jahres, in der Lage, Energie aus sehr niedrigen Temperaturen (unter 100°C) zu gewinnen.

PumpTire (Genf)
PumpTire kommerzialisiert den ersten sich selbst aufblasbaren Fahrradreifen. Stellen Sie sich vor, Ihr Fahrrad aus der Garage nehmen zu können, ohne die Reifen je pumpen oder den Druck messen zu müssen.

Scrona (ETH Zürich)
Scrona hat die erste skalierbare Methode entwickelt hochdefinierte Strukturen im Nanobereich (Feature-Grössen < 100 nm) auf 3D-Bottom-up-Weise zu erschaffen. Diese kontaktfreie Drucktechnik verspricht grosse Kostenvorteile bei der Herstellung vieler Produkte der Hightech-Industrie. Das Unternehmer-Know-how bekam Team Leader Patrick Galliker an der Uni Basel während eines Semester dank venture challenge.

SwissLitho (ETH Zürich)
Swiss Litho verkauft ein einzigartiges Nanofabrikations-Tool: den NanoFrazor. Forscher und Nanotechnologie-Hersteller können diese erschwingliche und leicht zu bedienende Maschine nutzen, um rasch neue Nanostrukturen herzustellen und zu erforschen. Diese können beispielsweise in zukünftigen elektronischen, optischen oder Quantum-Nanogeräten verwendet werden. Team Leader Felix Holzner hat ebenso an venture challenge und venture plan teilgenommen und ist auch bei venture kick noch im Rennen.

Taenia Tec (ETH Zürich)
Das Team um venture plan Absolvent Jan Giesbrecht hat eine neue Generation von Hochleistungsfolien entwickelt, die hohe Steifigkeit und Stärke mit aussergewöhnlichen Hemm- und mechanischen Dämpfungseigenschaften verbindet. Diese neuen Folien ermöglichen die kosteneffiziente Herstellung einer breiten Palette von Produkten, angefangen bei dünnerer (grüner) Lebensmittelverpackung bis hin zu Hochleistungs-Verbindungen.

Uepaa Swiss Alpine Technology (FHNW)
Uepaa(!!) verwandelt Smartphones in alpine Rettungs- und Alarmgeräte indem die Geräte direkt über eine drahtlose durchschlagende Peer2Peer-Technologie verbunden werden. Uepaa verfolgt und findet Alpinisten sogar in Gebieten ohne mobile Netzwerkabdeckung und verwandelt Smartphones in Geräte zur direkten Ortung von Verschütteten. Der mehrfache venturelab-Alumni Mathias Haussmann konnte in jüngster Zeit bereits mehrere Erfolge verbuchen und steht in diesem Jahr auch im Finale von venture kick.

Zwei venturelab-Projekte zusätzlich hononiert
Mit einer Honorierung wurden die venturelab-Startups und venture kick Gewinner Pandora Underwater Equipment und Winterthur Instruments bedacht. Da die beiden Firmen bereits in ihrer Entwicklung weit fortgeschritten sind, konnten sie trotz der Qualität nicht mehr als Gewinner gekürt werden und können erst im weiteren Verlauf des Wettbewerbs bedacht werden.

Nach der Geschäftsidee folgt der Businessplan
>>venture>> 2012 geht jetzt in die zweite Runde. Am 24. Mai 2012 steht die nächste Prämierung auf dem Programm: die Wahl des besten Businessplans. Über 180 Coaches aus Wirtschaft und Wissenschaft stehen den Teilnehmenden bei der Ausarbeitung der Geschäftsstrategie und eines konkreten Finanzierungsplans mit professionellem Rat zur Seite. Bis zum Abgabetermin am 1. April können sich auch Spätentschlossene, die die erste Wettbewerbsphase verpasst haben, noch beteiligen.

Weiterführende Links

annual report 2013

Mehr als 11 Mio. an Startkapital, über 298 finanzierte Startups, mehr als 464 Mio. an Folgefinanzierungen und 2433 neue Jobs - dies ist der Erfolgsausweis von venture kick seit die private Initiative im Herbst 2007 ins Leben gerufen wurde (Konsortium).

annual report 2013

Eine philanthropische Initiative eines privaten Konsortiums

Wissenschaftliche Innovationen in die Marktwirtschaft zu transferieren und damit nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen ist der Schlüssel für sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand. Startups sind besonders in den Anfängen hohen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die weder von öffentlichen Geldern, noch von privaten Investoren abgefedert werden. Diese Lücke zu schliessen und Startups in einer sehr frühen Phase zu unterstützen ist wichtig und eine philantropische Aufgabe.