Nokia zeichnet Scandit aus

Gestern hat Nokia die Gewinner des Wettbewerbs «Calling all Innovators» bekanntgegeben. Unter den siegreichen App-Entwicklern ist auch Christof Roduner, Christian Flörkemeier, Samuel Müller und Robert Adelmann, die für ihre Applikation «Scandit» mit dem ersten Preis in der Kategorie Lifestyle und Gesundheit ausgezeichnet wurden. Die innovative Preisplattform basiert auf einem mobilen Barcode-Scanner, mit dem das venturelab-Startup schon den internationalen ACES Award 2011 holte.

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Das Team von Scandit: Samuel Müller, Christof Roduner, Christian Flörkemeier, Robert Adelmann (von links nach rechts)

Mit dem Hauptpreis ist dem Zürcher Startup Scandit (ehemals Mirasense) ein Gewinn von 150‘000 US-Dollar (ca. CHF 120‘000) sicher. 800 Apps aus 57 Ländern wurden für „Calling all Innovators“ eingereicht, 10 Millionen US-Dollar in Preisgeldern und Sachpreisen vergeben. Die App Scandit ist ab sofort in der Schweiz kostenlos zum Download für iPhone, Android und Nokia Geräten erhältlich.

venturelab-Startup bereits mehrfach ausgezeichnet
Das ETH-Startup Scandit wurde von den Entwicklern 2009 gründeten. Das Unternehmen wurde bereits mehrfach ausgezeichnet – u.a. als Gewinner von venture kick und Samuel Müller als einer der venture leaders 2010, der daraufhin als Mitglieder der Schweizer Startup Nationalmannschaft in Boston unterwegs war und viele intererssante Kontakte sammeln konnte: «Eine grossartige Möglichkeit, um uns nicht nur national sondern auch international bekannter zu machen!» Auch der jetzige Award ist ein ganz spezieller, wie Christof Roduner bestätigt: «Der Preis unterstreicht die Einzigartigkeit unserer Barcode-Technologie und zeigt, dass sich Schweizer Startups im internationalen Wettbewerb bestens behaupten. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung von Nokia – eine Teilnahme können wir allen innovativen Entwicklern wärmstens empfehlen.» Diese Begeisterung teilt auch Michael Gubelmann, Country Manager Nokia Schweiz: «Die eingereichten Apps sind kreativ, witzig, ideenreich – wir waren positiv überrascht ob der Menge an frischen Inputs. Mich freut es natürlich besonders, dass unter den Erstplatzierten ein Schweizer ist.»

Scandit: was der Barcode verrät
Der mobile Scanner der Gewinner-Applikation Scandit erfasst sogar Barcodes, die schräg, auf dem Kopf stehend oder verschwommen aufgenommen werden – und gibt dem Benutzer danach Informationen zum eingescannten Produkt. In den USA ist es zudem möglich, via die Plattform «iscandit.com»die Preise verschiedener Hersteller für das Produkt zu vergleichen, dieses gleich zu bestellen oder Bewertungen anderer Nutzer abzurufen. Via soziale Netzwerke lässt sich der eingescannte Artikel zudem teilen oder bewerten. Sofern Daten vorhanden sind (wie zum Beispiel bei Büchern), erscheinen nach dem Scannen auch die entsprechenden Produktinformationen und Preisvergleiche.

Nächste Chance für Developer: Create for Millions
Bei «Calling all Innovators»waren Developer aufgerufen, ihre Apps in 17 unterschiedlichen Kategorien einzureichen. Insgesamt wurden mehr als 800 Einreichungen aus 57 Ländern gezählt. Der Wettbewerb «Create for Millions»bringt Developer und Konsumenten zusammen, um Java- und Web-Apps für Series 40 Mobiltelefone zu entwickeln. Konsumenten reichen ihre Ideen für Apps, die sie sich wünschen, ein. Developer können dann diese Ideen umsetzen und in den Kategorien «In the Know»(News und lokale Informationen), «Fun & Games», «Emotional Closeness»(Social Networking) und «Access to Knowledge»(z.B. Apps im Bereich Bildung oder Gesundheit) einreichen. Für die Gewinner-App in jeder Kategorie stellt Nokia jeweils 50.000 Euro als Preisgeld zur Verfügung.

Weiterführende Links

annual report 2013

Mehr als 11 Mio. an Startkapital, über 298 finanzierte Startups, mehr als 464 Mio. an Folgefinanzierungen und 2433 neue Jobs - dies ist der Erfolgsausweis von venture kick seit die private Initiative im Herbst 2007 ins Leben gerufen wurde (Konsortium).

annual report 2013

Eine philanthropische Initiative eines privaten Konsortiums

Wissenschaftliche Innovationen in die Marktwirtschaft zu transferieren und damit nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen ist der Schlüssel für sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand. Startups sind besonders in den Anfängen hohen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die weder von öffentlichen Geldern, noch von privaten Investoren abgefedert werden. Diese Lücke zu schliessen und Startups in einer sehr frühen Phase zu unterstützen ist wichtig und eine philantropische Aufgabe.