Imina Technologies bekommt Award und CTI-Label

Das EPFL-Spin-off Imina Technologies startet zur Zeit richtig durch: das venturelab-Startup, dass die kleinsten Mikroroboter der Welt für feinste Arbeiten unter dem Mikroskop entwickelt, erhielt vor Kurzem das prestigeträchtige CTI-Label und hat nun den US-amerikanischen Markt im Visier. Mit im Gepäck ist dann auch der Vittoz Award im Wert von 30‘000 Franken, der durch den Science Park in Ecublens (PSE) verliehen wurde.

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Mikroroboter mit dem Namen miBot von Imina Technologies

Das Startup Imina Technologies steuert guten Zeiten entgegen. Die beiden venturelab-Alumni und venture kick-Gewinner Christophe Canales (COO) und Benoît Dagon (CEO) arbeiten an mobilen Mikrorobotern, die nicht grösser als Würfel sind, aber präzise Nanomanipulationen bis zu 10x schneller als bisher durchführen können. Der Benutzer kann diese mit einem Joystick oder über die Computer-Tastatur steuern. Die Roboter bewegen sich dabei mit Tausenden von Mikro-Sprüngen pro Sekunde, die für das Auge nicht sichtbar sind und von piezoelektrischen Motoren erzeugt werden. Materialien wie z.B. Keramik können so mechanisch verformt werden.

Schnelle und flexible Mikromanipulationen
Durch die Variation der Frequenz kann die Geschwindigkeit des Roboters beeinflusst und somit Bewegungen auf wenige Nanometer festgelegt werden. Die Enden der Roboterarme können mit elektrischen Sonden, Glasfasern, Zangen oder anderen Miniatur-Instrumenten ausgerüstet werden, um die vielfältigen Arbeiten zu erledigen. Mit dieser Technik hat das im März 2009 gegründete Jungunternehmen schon zahlreiche Labore der europäischen Spitzenforschung ausgerüstet. Dabei kann das Produkt in einem Ready-to-use-Kit bestellt werden: «Wir bieten unserem Kunden eine schlüsselfertige Plattform mit allen Robotern und Werkzeugen, die auf seine Anwendung abgestimmt sind», erklären die Gründer. «Die Installation für das jeweilige Mikroskop dauert nur wenige Minuten, bietet aber eine enorme  Flexibilität in Bezug auf das Experimentspektrum.» Neben der Nanotechnologie soll das System auch in der Biotechnologie für neue Lösungen sorgen, um z.B. Zellen charakterisieren oder verändern zu können.

Mit dem Vittoz Preis den US-Markt im Visier  
Dank des Vittoz Preises wird das Startup in den USA an zwei wichtigen Messen, wie der Microscopy & Microanalysis in Nashville, teilnehmen und dort die Produktpalette auch großen US-Labors vorstellen. Die Auszeichnung, die u.a. auch das venturelab-Startup Attolight gewann, soll Jungunternehmen aus dem PSE helfen, Märkte auch außerhalb Europas anzugreifen. In den USA sollen nun potentielle Partner, Kunden und zukünftige Mitarbeiter getroffen werden, während die Jungunternehmer zusätzlich von Coachs unterstützt werden. Unterstützung erhielten die beiden Gründer am Anfang ihrer Karriere dagegen von venturelab. Um sich auf ihr Business vorzubereiten besuchten sie den Semesterkurs venture challenge, Benoît Dagon profitierte zudem als Gewinner von venture leaders vom 10-tätigen Business-Trip nach Boston. Was dem Startup nun zusätzlich einen Vorteil verschafft und eine Bestätigung sein sollte ist die CTI-Label Zertifizierung der Kommission für Technologie und Innovation KTI Ende Juli. Denn diese bestätigt die Qualität des Unternehmens und soll zeigen, dass es bereit für weiteres und nachhaltiges Wachstum ist.

Weiterführende Links

annual report 2013

Mehr als 11 Mio. an Startkapital, über 298 finanzierte Startups, mehr als 464 Mio. an Folgefinanzierungen und 2433 neue Jobs - dies ist der Erfolgsausweis von venture kick seit die private Initiative im Herbst 2007 ins Leben gerufen wurde (Konsortium).

annual report 2013

Eine philanthropische Initiative eines privaten Konsortiums

Wissenschaftliche Innovationen in die Marktwirtschaft zu transferieren und damit nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen ist der Schlüssel für sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand. Startups sind besonders in den Anfängen hohen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die weder von öffentlichen Geldern, noch von privaten Investoren abgefedert werden. Diese Lücke zu schliessen und Startups in einer sehr frühen Phase zu unterstützen ist wichtig und eine philantropische Aufgabe.