Startup mit eigenem Gründerfond über CHF 250'000

Alle (zukünftigen) Startups aufgepasst: In Kürze startet ein neuer Fond, der verschiedene Startups in der Gesamthöhe von 250‘000 Franken fördern will. Für viele etwas überraschend – die Initiatoren sind selbst noch Jungunternehmer. Das Studententeam um Fabian Frey, der venture challenge absolviert hat, will mit der Förderung nach den ersten Gründererfolgen auch anderen den Start ermöglichen. Am 24. Februar wird an der Uni Basel im Rahmen eines Startup-Events der Fond vorgestellt.

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Neuer Startupfond Swisslaunch: von Gründer für Gründer

Fabian Frey hat in seinem jungen Leben noch viel vor. Der Jura-Student, bald mit dem  Master fertig, hat schon einige Startups in Leben gerufen und bereits viele weitere Projektideen in der Hinterhand. Die anderen Teammitglieder sind Timo Bindler, Student der Wirtschaftswissenschaften und Reto Kaiser, ein Informatiker, den Fabian Frey bereits seit der Schulzeit kennt. Zusammen sind sie ein Studententrio, das sich hervorragend ergänzt und schon einige Startup-Erfolge feiern konnte. Ein Beispiel: das interaktive Studentenportal Stoodl, auf dem Lernmaterialen untereinander ausgetauscht werden können. Die neuesten Absichten sieht die Lancierung eines eigenen Gründerfonds vor.
 
Swisslaunch: Von Gründer zu Gründer
Fabian Frey sieht seine Startup-Initiative wie folgt: «Mit Swisslaunch wollen wir Anderen aus der Startup-Welt etwas zurückgeben und Jungunternehmern genau das bieten, an was es am Anfang so oft fehlt: Startkapital. Wir wollen mit Swisslaunch Jungunternehmer fördern, die an ihre Idee glauben und bereit sind den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen.» Das Kapital von insgesamt 250‘000 Franken soll aber nicht nur einem Startup zu Gute kommen, sondern jeweils bis zu 50‘000 Franken aufgeteilt werden. Bewerben können sich dafür zukunftsträchtige, innovative und interessante Jungunternehmen aus den verschiedensten Bereichen. Denn obwohl man sich selbst im Internetbereich heimisch fühlt, soll die Kapitaloffensive offen für Neues sein. Am kommenden Donnerstag, dem 24. Februar, wird an der Universität Basel das Konzept das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Angemeldet hat sich bereits das Schweizer Fernsehen, das über den Anlass berichten will.
 
Eigener Startup-Event zur Vorstellung an der Uni Basel
In Zusammenarbeit mit der Basler IT-Eventreihe Webilea wird an jenem Tag im Kollegienhaus der Universität von 19.00-21:30 ein Apéro-Abend stattfinden, der sich rund um das Thema Startups dreht. Neben der Vorstellung von Swisslaunch gibt es auch zwei weitere Präsentationen: Janis Wolf von dem Buchhalter-Startup «Run My Accounts», Gewinner des CH Open Source Award und Finalist für den Swiss ICT Award, wird darüber Auskunft geben, welche finanziellen Voraussetzungen Startups benötigen. Sven Rizzotti vom Basler IT-Startup useKit wird dagegen Einblickebereithalten, was es bedeutet ein Startup zu sein. Anmeldungen sind u.a. per Facebook möglich oder via Mail unter www.webilea.ch.
  
Inspiration und Know-how über venturelab geholt
Fabian Frey ist einer von vielen, die das Angebot von venturelab genutzt hat. So konnte er sich bereits während seines Studiums optimal auf seine Unternehmerzukunft vorbereiten: «Angebote wie venture challenge oder venture plan haben mir viele Fragen zum Thema Selbständigkeit beantwortet. Das Wichtigste aber war, dass mir die Trainer einen Unternehmergeist vermittelt haben, der ansteckend wirkt und einem wirklich mitreisst.» Wichtige Erfahrungen, die er bereits Ende 2008 bei der Gründung des Startups Stoodl.com gebrauchen konnte, welches von der Ernst Göhner Stiftung gefördert wurde. Das Portal fördert den Austausch von selbstproduzierten Lernmaterialien wie z.B. Notizen, Zusammenfassungen oder alten Prüfungen. Dadurch soll ein riesiger Pool für alle akademischen Fächer entstehen, welcher schlussendlich allen Student/innen weltweit zur Verfügung steht. Die Beiträge können aber nicht nur angesehen, sondern auch bewertet und kommentiert werden, um die Qualität sicherzustellen. Stoodl wird so zu einem digitalen Campus, mit dem man auch mit anderen in Kontakt kommen kann.

Weiterführende Links

annual report 2013

Mehr als 11 Mio. an Startkapital, über 298 finanzierte Startups, mehr als 464 Mio. an Folgefinanzierungen und 2433 neue Jobs - dies ist der Erfolgsausweis von venture kick seit die private Initiative im Herbst 2007 ins Leben gerufen wurde (Konsortium).

annual report 2013

Eine philanthropische Initiative eines privaten Konsortiums

Wissenschaftliche Innovationen in die Marktwirtschaft zu transferieren und damit nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen ist der Schlüssel für sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand. Startups sind besonders in den Anfängen hohen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die weder von öffentlichen Geldern, noch von privaten Investoren abgefedert werden. Diese Lücke zu schliessen und Startups in einer sehr frühen Phase zu unterstützen ist wichtig und eine philantropische Aufgabe.