Startup landet mit Ray-Flugzeug im TV

Ein Basler Ingenieur will die Luftfahrt revolutionieren: Seit Jahren tüftelt der Jungunternehmer David Posva am Senkrechtstarter – einem Flugzeug, das wie ein Helikopter vertikal starten kann. Von venturelab trainiert und von venture kick mit 10’000 Franken gefördert, fehlt jetzt nur noch ein potenter Investor. Einen TV-Beitrag gabs dagegen schon diese Woche. Das Magazin ECO hat den Entwickler auf dem Weg zur Erfüllung seines Traums begleitet.

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Der «wahre» Senkrechterstarter in der Startup-Szene: Ray Research

Der Traum vom Fliegen – David Posva will ihn für sich realisieren. Und das mit seinem eigenen Flugzeug. Ein Flugzeug, das vertikal starten und wieder landen kann. Seit über 50 Jahren versuchen sich die Menschen schon an diesem Typ des Senkrechtstarters. Gelungen ist es selten. Denn bisher fehlte es an der ausgereiften Technik. Diese will nun Posva gefunden haben: Vier Propeller hat das Ray-Flugzeug in den Flügeln, zwei im Heck. Das macht es bisher einzigartig. Und die letzten Tests beweisen – es funktioniert. Das sah auch ein Fernsehteam. Dieses begleitete Posva nämlich ein ganzes Jahr und dokumentierte die Höhen und Tiefen. Am 29. November wurde der Beitrag in der Sendung «ECO» im SF ausgestrahlt.

Langjährige Entwicklungsarbeit zeigt Früchte
Seit fünf Jahren arbeitet der ETH-Ingenieur und Hobbypilot an dem Projekt. Vor einem Jahr hat er dafür in Muttenz das Startup Ray Research AG gegründet, um sich stärker auf seinen Senkrechtstarter zu konzentrieren. Unterstützt wurde er dabei durch das Startup-Programm venturelab und den Förderwettbewerb venture kick. Dieser brachte dem Jungunternehmer 10‘000 Franken. Für die zweite Finanzierungsrunde setzte sich, wie im TV-Beitrag zu sehen, aber die starke Konkurrenz durch. Doch Posva bleibt dran. Die guten Ansätze werden konsequent weiterverfolgt und die Ideen seiner Papiere in einem Modellflieger umgesetzt – letztendlich mit Erfolg. Nun ist es an der Zeit einen Investor zu finden. Denn nur mit Geld kann aus dem erfolgsversprechenden Ergebnisse in der Zukunft ein echtes Flugzeug werden. Drei Millionen Franken werden für den nächsten Schritt – ein grosses, aber unbemannt fliegendes «Proof of Concept Fluggerät» – geschätzt.

Das sind die Vorteile des Ray-Flugzeugs
Der Helikopter Markt boomt, da weltweit ein stark wachsender Bedarf nach landebahnunabhängigem Transport besteht. Die Helikopter sind jedoch bisher sehr ineffizient, teuer im Betrieb und langsam. Anders der Ray-Flieger: Er ist bedeutend effizienter, ermöglicht viel grössere Reichweiten und ist auch noch deutlich schneller. Und dies bei weniger Kerosin-Verbrauch, was die tieferen Betriebskosten weiter reduziert. Verbesserte Transportleistungen mit viele mehr Möglichkeiten und natürlich die gleiche Unabhängigkeit jedes Helikopters – das sind also die Vorteile des Rays. An Zuspruch mangelt es ihm bisher nicht. Unterstützt wird Ray Research z.B. von der Universität München und Stuttgart. Ein Aerodynamikerteam der ETH Lausanne simulierten zudem die Aerodynamik mit ihrem Supercomputercluster und kamen dabei zu vielversprechenden Resultaten. Nun kümmert sich der Jungunternehmer um das Beziehungsnetz zu den etablierten Herstellern für eine Kooperation bei Produktion, Vermarktung und Vertrieb. Zurzeit ist er in Kontakt mit einem französischen Flugzeugbauer.

Investoren für die Zukunft gesucht
Nur wenn auch andere seine Begeisterung und Leidenschaft teilen, kann David Posvas Traum zum Vorteil vieler Menschen bereits in wenigen Jahren Realität werden. Gesucht werden also weiterhin interessierte Personen oder Firmen, die dem Unternehmen als Investor oder Supporter den nötigen Schub verleihen. Um sich nun selbst ein Bild zu machen, einfach den genannten Link zur TV-Sendung klicken oder die Firmen-Homepage besuchen.

Weiterführende Links

annual report 2013

Mehr als 11 Mio. an Startkapital, über 298 finanzierte Startups, mehr als 464 Mio. an Folgefinanzierungen und 2433 neue Jobs - dies ist der Erfolgsausweis von venture kick seit die private Initiative im Herbst 2007 ins Leben gerufen wurde (Konsortium).

annual report 2013

Eine philanthropische Initiative eines privaten Konsortiums

Wissenschaftliche Innovationen in die Marktwirtschaft zu transferieren und damit nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen ist der Schlüssel für sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand. Startups sind besonders in den Anfängen hohen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die weder von öffentlichen Geldern, noch von privaten Investoren abgefedert werden. Diese Lücke zu schliessen und Startups in einer sehr frühen Phase zu unterstützen ist wichtig und eine philantropische Aufgabe.