Die Finalisten des Swiss Technology Award stehen fest

Am 4. November 2010 wird im Rahmen des Swiss Innovation Forum der 23. Swiss Technology Award vergeben – seit diesem Jahr in den drei Kategorien «Seed», «Start-up» und «Maturity Stage». Unterdessen stehen die neun Finalisten fest.

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Das Team von Malcisbo - nominiert für den Swiss Technology Award

Insgesamt haben sich 80 Schweizer Unternehmen beworben, laut Handelszeitung haben 58 Firmen ein Dossier eingereicht. Konnten die neun Finalisten bis anhin eine Gold-, Silber- oder Bronzemedaille gewinnen, gibt es dieses Jahr je einen Sieger in den Kategorien «Seed», «Start-up» und «Maturity Stage».

Die Finalisten – acht davon haben Kurse bei venturelab besucht, fünf haben von der venture kick Finanzspritze profitiert – kurz vorgestellt:

Calosens, Malcisbo und QualySense
In der Kategorie «Seed» haben es Calosens, Malcisbo und QualySense in die Finalistenrunde geschafft. Calosens, ein Startup aus Kerzers, hat sich auf das Messen von Wärmeleistungen in Zellen spezialisiert. Zurzeit werden Anwendungen zur Überprüfung der Bakterienresistenz bei Hirnhautentzündung und Blutvergiftung geprüft. Malcisbo hingegen hat den Campylobacter-Bakterien den Kampf angesagt. Diese leben im Darm der Hühner und stellen in der westlichen Welt die grösste Infektionsquelle für verunreinigtes Pouletfleisch dar. Qualysense, der letzte Gewinner von 130‘000 Franken bei venture kick, hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Getreide nach biochemischen Qualitätsmerkmalen wie zum Beispiel Proteingehalt sortiert werden kann.

GreenTEG, Optotune und Sense-Core
Strom aus Abwärme gewinnen: Das will GreenTEG mit seinen thermoelektrischen Generatoren erreichen. Für seine Entwicklung wurde das ETH Spin-off neben den Jungfirmen Optotune und Sense-Core in der Kategorie «Start-up» nominiert. Während Optotune eine Linse entwickelt hat, die dem menschlichen Auge nachempfunden ist, bietet Sense-Core in Textilien integrierte Sensoren zur Messung biomedizinischer Daten an.

HeiQ Materials, Hocoma und Sonic Emotion
In der Kategorie «Maturity Stage» treten HeiQ Materials, Hocoma und Sonic Emotion gegeneinander an. HeiQ Materials hat dieses Jahr weltweit viel Aufmerksamkeit erhalten. Das Aargauer Hightech-Unternehmen hat basierend auf seiner Imprägnierungstechnologie ein Vlies entwickelt, das Öl von Wasser trennen kann. Damit hat HeiQ Materials ein wirksames Mittel zum Strand- und Küstenschutz bei Ölkatastrophen geschaffen. Hocoma bietet Therapiegeräte für die Rehabilitation neurologisch bedingter Bewegungsstörungen an. Sonic Emotion will mit einem kleinen Audio-Chip für grosse Sound-Qualität sorgen.

Mehr Infos zu den Kategorien
In der Kategorie «Seed» muss weder die Firma gegründet noch das Produkt auf dem Markt vorhanden sein. Was zählt, ist das Geschäftsmodell. In der Kategorie «Start-up» muss das Unternehmen gegründet sein. Ebenfalls muss mindestens ein Prototyp existieren und die Risikofinanzierung muss sichergestellt sein. In der Kategorie «Maturity Stage» ist das Unternehmen mit anderen Produkten bereits seit längerem am Markt, hat aber ein innovatives Produkt lanciert.

Weiterführende Links

annual report 2013

Mehr als 11 Mio. an Startkapital, über 298 finanzierte Startups, mehr als 464 Mio. an Folgefinanzierungen und 2433 neue Jobs - dies ist der Erfolgsausweis von venture kick seit die private Initiative im Herbst 2007 ins Leben gerufen wurde (Konsortium).

annual report 2013

Eine philanthropische Initiative eines privaten Konsortiums

Wissenschaftliche Innovationen in die Marktwirtschaft zu transferieren und damit nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen ist der Schlüssel für sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand. Startups sind besonders in den Anfängen hohen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die weder von öffentlichen Geldern, noch von privaten Investoren abgefedert werden. Diese Lücke zu schliessen und Startups in einer sehr frühen Phase zu unterstützen ist wichtig und eine philantropische Aufgabe.