USA interessiert an Schweizer Innovationen

Sei es im Bereich IT, Bio- oder Medizinaltechnologie – Schweizer Innovationen stossen in den USA auf grosses Interesse. So das Fazit des Schweizer Konsulats Swissnex Boston nach dem Besuch der Schweizer Startup-Nationalmannschaft venture leaders.

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Jedes Jahr erhalten 20 Schweizer Top-Startups die Gelegenheit, an einem zehntägigen Business-Development-Programm in Boston teilzunehmen. Vor Ort knüpfen die Firmengründer erste Kontakte zu amerikanischen Investoren sowie Industrievertretern und tauschen sich mit US-Startups aus.

Andere Regeln als auf dem Heimmarkt
«Die Schweizer Startups kommen in den USA gut an. In Sachen Innovation stehen sie den amerikanischen Jungfirmen in nichts nach», so Pascal Marmier von Swissnex Boston. «Der Markt in den USA folgt aber anderen Regeln als der Schweizer Heimmarkt. Deshalb ist es wichtig, die Schweizer Startups für die amerikanischen Besonderheiten zu sensibilisieren und mit ihnen intensiv an ihren Marketing- und Wachstumsstrategien zu feilen.» Dass aus den Erstkontakten während des Programms später stabile Geschäftsbeziehungen entstehen, hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt. Auch die diesjährigen Teilnehmer glauben, dass ihnen der Aufenthalt in den USA viel gebracht hat.

Offene Türen eingerannt
So zum Beispiel InSphero. Das ETH Spin-off hat eine neue Testmethode mit Zellkulturen entwickelt, welche den Herstellungsprozess von Medikamenten beschleunigt. Damit lässt sich Geld sparen und die Anzahl Tierversuche reduzieren. Mitgründer Jan Lichtenberg: «Mit unserer Technologie haben wir in den USA sogar bei grossen Pharma-Konzernen offene Türen eingerannt. Für die Entwicklung von Medikamenten sind Kosten in dreistelliger Millionenhöhe Standard. Jede Innovation, die das langwierige Testverfahren verbessert, ist daher Gold wert.» Jetzt gilt es für InSphero die geknüpften Kontakte zu wichtigen Industrievertretern zu vertiefen. Jan Lichtenberg: «Schon im September fliege ich für weitere Gespräche ein zweites Mal nach Boston.»

Zeit als Erfolgsfaktor
Die Schweizer Förderlandschaft für Startups hat sich dank Programmen wie venturelab oder venture kick in den letzten Jahren stark entwickelt. Das ist laut Pascal Marmier von Swissnex Boston auch im Ausland spürbar und bringt der Schweiz grosse Wettbewerbsvorteile: Denn für den Erfolg spielt auch die Zeit eine wichtige Rolle. Umso schneller Schweizer Innovationen den Markt erobern, umso besser können sie sich gegenüber der Konkurrenz behaupten.

Weiterführende Links

annual report 2013

Mehr als 11 Mio. an Startkapital, über 298 finanzierte Startups, mehr als 464 Mio. an Folgefinanzierungen und 2433 neue Jobs - dies ist der Erfolgsausweis von venture kick seit die private Initiative im Herbst 2007 ins Leben gerufen wurde (Konsortium).

annual report 2013

Eine philanthropische Initiative eines privaten Konsortiums

Wissenschaftliche Innovationen in die Marktwirtschaft zu transferieren und damit nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen ist der Schlüssel für sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand. Startups sind besonders in den Anfängen hohen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die weder von öffentlichen Geldern, noch von privaten Investoren abgefedert werden. Diese Lücke zu schliessen und Startups in einer sehr frühen Phase zu unterstützen ist wichtig und eine philantropische Aufgabe.