Die Schweiz: ein exzellentes Land für Jungunternehmer

Wenn die Sonntagszeitung in einem Artikel über die neuen Hayeks diskutiert, sind die Gewinner von venture kick und die Absolventen von venturelab nicht weit: Stéphane Doutriaux von Poken und Manuel Aschwanden von Optotune zählen zu den vielversprechendsten Jungunternehmern.

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Manuel Aschwanden von Optotune (l) und Stéphane Doutriaux von Poken (r)

Die neuen Hayeks titelte die Sonntagszeitung und listete dazu eine Reihe von vielversprechenden Jungunternehmern auf. Darunter befinden sich neben drei venturelab-Referenten und Jury-Mitgliedern von venture kick auch zwei vielversprechende venturelab-Alumni, die auch von venture kick mit je 130‘000 Franken Startkapital gefördert wurden.

Digitale Visitenkarten von Poken
Stéphane Doutriaux wird in den Weltmedien gefeiert. Der Startup-Gründer aus der Romandie hat eine elektronische Visitenkarte entwickelt, mit der Kontaktdaten einfach und unkompliziert ausgetauscht werden können.

Revolution bei optischen Linsen
Manuel Aschwanden und sein Team haben eine optische Linse entwickelt, die aus elektroaktiven Polymeren besteht und so das menschliche Auge nachahmen kann. Mit der neuen Technologie können Objektive viel kompakter und preisgünstiger hergestellt werden. Zurzeit konzentriert sich Optotune auf den kommerziell besonders interessanten Handy-Markt. Dank den neuartigen Linsen ist es erstmals möglich, flache Handys mit einem echten optischen Zoom auszustatten. Erste Modelle sollen 2011 auf den Markt kommen. Dabei arbeitet das ETH-Spin-off mit internationalen Partnern zusammen: «Auch wenn auf dem Endprodukt nicht unbedingt unser Name steht – die Technologie von Optotune wird die Welt erobern», ist Manuel Aschwanden überzeugt.

Sensirion, Esbatech und Media Streams
Ebenfalls auf die Liste der Sonntagszeitung haben es die drei erfolgreichen Unternehmer Felix Mayer von Sensirion, Erich Gebhardt von Media Streams und Dominik Escher von Esbatech geschafft. Alle drei haben sich zudem das Ziel gesetzt, anderen Jungunternehmern den Sprung in die Selbständigkeit zu erleichtern und sind so entweder als Referenten bei den Motivationsanlässen venture ideas und/oder als Jury-Mitglied bei venture kick engagiert.

Schweizer sollen Leistung der Unternehmer anerkennen
An erfolgreichen Jungunternehmern mangelt es in der Schweiz nicht. Dafür hapert es laut Experten in der Sonntagszeitung noch an der Anerkennung ihrer Leistungen. Leute, die Risiken eingehen, werden von den Schweizern nach wie vor mit Argwohn betrachtet, meint der Zürcher Innovationsspezialist Beat Hotz-Hart. Erste Anzeichen eines Umdenkens sind allerdings feststellbar und zeigen sich beispielsweise in dem riesigen Förderangebot für Jungfirmen, das laut McKinsey Chef Thomas Knecht den Programmen in den USA in nichts nachsteht.

Weiterführende Links

annual report 2013

Mehr als 11 Mio. an Startkapital, über 298 finanzierte Startups, mehr als 464 Mio. an Folgefinanzierungen und 2433 neue Jobs - dies ist der Erfolgsausweis von venture kick seit die private Initiative im Herbst 2007 ins Leben gerufen wurde (Konsortium).

annual report 2013

Eine philanthropische Initiative eines privaten Konsortiums

Wissenschaftliche Innovationen in die Marktwirtschaft zu transferieren und damit nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen ist der Schlüssel für sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand. Startups sind besonders in den Anfängen hohen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die weder von öffentlichen Geldern, noch von privaten Investoren abgefedert werden. Diese Lücke zu schliessen und Startups in einer sehr frühen Phase zu unterstützen ist wichtig und eine philantropische Aufgabe.