Marc P. Bernegger nimmt Einsitz in die venture kick Jury

Erst kürzlich wurde amiando vom WEF als Technology Pioneer 2010 ausgezeichnet. Jetzt nimmt Marc P. Bernegger, Mitgründer des erfolgreichen Startups, Einsitz in der venture kick Jury.

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Marc P. Bernegger, Mitgründer von amiando

Die private Förderinitiative venture kick hat sich zum Ziel gesetzt, die Firmengründungen an Schweizer Hochschulen zu verdoppeln. Dazu können jeweils acht Projektteams pro Monat ihre Geschäftsidee einer Jury von Startup-Experten und Investoren präsentieren und haben so die Möglichkeit über ein Wettbewerbsverfahren von drei Stufen bis zu 130‘000 Franken Startkapital zu gewinnen. Mit Marc P. Bernegger konnte venture kick einen weiteren Firmengründer und Business Angel als Jury-Mitglied gewinnen. Ein paar Fragen an den Mitgründer von amiando.

Wie ist Eure Geschäftsidee dazumals entstanden?
«Im Juli 2006 fand die Fussball WM statt und einige der amiando-Gründer organisierten dafür eine grosse Party. Die Handhabung der Gästeliste und der Bezahlung (jeder wurde gebeten einen Unkostenbeitrag für Bier und Verpflegung mitzubringen) stellte sich als einen riesigen Aufwand heraus. Somit wurde die Idee geboren, eine Online-Plattform zu starten, die diese Prozesse vereinfacht.»

amiando ist ein deutsches Startup – wieso wolltest Du nicht in der Schweiz ein Startup gründen?
«Hauptgrund dafür ist der Umstand, dass alle anderen Mitgründer aus München kommen und daher auch der Standort München von Anfang an als Firmensitz feststand. Persönlich hätte ich amiando natürlich viel lieber in der Schweiz gegründet…»

Inwiefern engagierst Du Dich in der Schweizer Startup-Szene?
«Abgesehen davon, dass ich viele Startup-Events besuche und mit amiando auch viele davon unterstütze, engagiere ich mich als Vorstand des non-profit Vereins «Pioneers Club PCU» für Jungunternehmen und Startups in der Schweiz. Der PCU organisiert mehrmals pro Jahr Events mit interessanten Unternehmerpersönlichkeiten, und gerade durch den Austausch untereinander können Jungunternehmer stark profitieren. Desweiteren bringe ich sehr gerne interessante Ideen und Gründer mit möglichen Partnern und Investoren zusammen.»

Seit kurzem zählst Du zur Jury von venture kick. Was hat Dich dazu motiviert?
«Ich finde die Idee und den Ablauf von venture kick einzigartig und auch die bisher erreichten Erfolge sind beeindruckend. Dass ich als Jury-Mitglied einen eigenen Beitrag zum weiteren Gedeihen des Projekts leisten und damit auch die Schweizer Startup-Szene unterstützen kann, ist für mich bereits Motivation genug.»

Was war Dein Eindruck von Deinem ersten Jury-Tag?
«Ich war von der Bandbreite der Projekte fasziniert und auch die Zusammensetzung der Jury-Mitglieder war sehr interessant. Als Jury-Mitglied fällt man bei der Beurteilung der Startups wichtige Entscheide und beeinflusst damit unmittelbar die Zukunft der teilnehmenden Startups, trotzdem ist der Ablauf sehr unkompliziert und dynamisch.»

Inwiefern müssten Deiner Meinung nach Startups noch stärker gefördert werden?
«Aus meiner Sicht ist unserer Gesellschaft der Stellenwert und die Bedeutung von (Jung)Unternehmern und Risikokapital noch nicht wirklich bewusst. Die volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Funktion, welche innovative Unternehmer wahrnehmen und der dadurch generierte Wohlstand für die Allgemeinheit, ist immens und wird oft zu wenig gewürdigt. Das Gleiche gilt für Investoren wie Business Angel, welche mit ihrem Kapital die Umsetzung innovativer Ideen oft erst ermöglichen. Obwohl in der Schweiz die Rahmenbedingungen für Startups im Vergleich zum Ausland sicher nicht schlecht sind, sollte man diese weiter verbessern und mit Fakten stärker hervorheben, wie wichtig Startups und die Unternehmer dahinter für unsere Gesellschaft und Wirtschaft sind.»

Wie unterscheidet sich die Startup-Förderung in Deutschland und der Schweiz?
«Natürlich gibt es auch in Deutschland erfolgreiche Förderprogramme, allerdings ist mir kein Programm bekannt, das im Stile von venture kick Gelder à fonds perdu und ohne direkte Auflagen vergibt.»

Über amiando
amiando ist Pionier für Online-Eventregistrierung und Ticketing. Der Kernnutzen der Software liegt im flexiblen Content Management System für Event-Webseiten mit integrierten Registrierungsformularen, einem kompletten weltweiten Zahlungs- und Ticketing-System und effizienten Marketing-Tools, die Veranstaltern dabei helfen, bessere Ergebnisse zu erzielen. Mit amiando ViralTickets® hat das Startup das erste Event-Promotion-System lanciert, das Mundpropaganda für Events und Empfehlungsmanagements im Internet und Social Media für jeden Eventveranstalter nutzbar macht. Das Konzept ist einfach, aber effektiv: Ticketkäufer empfehlen ein Event weiter, werben weitere Teilnehmer und erhalten dafür Prämien. Nach dem Ticketkauf erhalten die Teilnehmenden einen Code, den sie über Social Media automatisch an Freunde und Kollegen weitergeben können. Der Clou an der ganzen Sache ist der doppelte Anreiz: Für jeden angeworbenen Teilnehmer erhält der Vermittler einen Bonus und der neu gewonnene Teilnehmer einen Freundschaftsrabatt.

Weiterführende Links

annual report 2013

Mehr als 11 Mio. an Startkapital, über 298 finanzierte Startups, mehr als 464 Mio. an Folgefinanzierungen und 2433 neue Jobs - dies ist der Erfolgsausweis von venture kick seit die private Initiative im Herbst 2007 ins Leben gerufen wurde (Konsortium).

annual report 2013

Eine philanthropische Initiative eines privaten Konsortiums

Wissenschaftliche Innovationen in die Marktwirtschaft zu transferieren und damit nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen ist der Schlüssel für sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand. Startups sind besonders in den Anfängen hohen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die weder von öffentlichen Geldern, noch von privaten Investoren abgefedert werden. Diese Lücke zu schliessen und Startups in einer sehr frühen Phase zu unterstützen ist wichtig und eine philantropische Aufgabe.